Tierarztpraxis Rosin - Berlin, Falkensee, Köln - Zecken

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Die höchste Zeckenaktivität herrscht in Deutschland im Mai und Juni, und nimmt bis Oktober ab. Es besteht aber keine Garantie dafür, dass Hunde im Winter sicher vor Zecken sind. Es genügt schon, wenn die Temperatur an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen zwischen 6 und 8 Grad Celsius liegt – die Zecken erwachen aus ihrer Kältestarre und machen sich auf den Weg in das Fell unserer Hunde.

In Wiesen, Parks oder im Wald sitzen Zecken meist auf den Spitzen
der Grashalme oder auf den Blättern niedriger Sträucher – auf der Höhe ihrer Opfer. Anders als beim Menschen stechen Zecken den Hund meist an Ort und Stelle. Sie sind daher oft am Kopf, auf der Brust, im Nacken und an den Schultern des Hundes zu finden. Besitzer sollten ihre Hunde nach jedem Spaziergang an diesen Stellen gründlich absuchen und Zecken schnell entfernen!

Saugt sich eine Zecke beim Hund fest, kann sie ihre Mahlzeit über mehrere Tage aufnehmen, bevor sie sich fallen lässt. Während die vollgesogene Zecke leichter zu ertasten ist, ist ein Stich im Anschluss fast gar nicht zu erkennen. Die Haut kann mit Rötungen, Juckreiz und Schwellungen reagieren, durch das Kratzen der Hunde können sekundäre Hautentzündungen entstehen.

Zecken – nicht nur lästig, sondern auch Überträger gefährlicher Krankheitserreger

Bakterien, Viren, Einzeller und Fadenwürmern können durch den Zeckenstich übertragen werden. Infektionen wie die Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose können mit potentiell dramatischem Verlauf auftreten. In früheren Jahren wurden die Ehrlichiose und die Babesiose (Hundemalaria) noch als Reisekrankheiten bezeichnet, da sie vorwiegend im Mittelmeerraum auftraten. Inzwischen kommen diese Erkrankungen jedoch auch zunehmend in Deutschland vor, da die infizierte Braune Hundezecke und Auwaldzecke auch hierzulande auf dem Vormarsch sind. Sogar die tropische Hyalomma-Zecke, die schwere infektiöse Fiebererkrankungen auslösen kann, ist in den letzten Jahren in Deutschland nachgewiesen worden. Je schneller eine Zecke beim Hund entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern. Manche Erreger brauchen ca. 16 bis 24 Stunden, um von der Zecke auf den Hund überzugehen.

Die Bakterien der Gattung Borrelia treten am häufigsten auf und werden z.B. durch den Gemeinen Holzbock übertragen. Nach Schätzungen sind bis zu dreißig Prozent der Zecken mit Borrelien infiziert. Sie können bei Hunden und Menschen die Lyme-Borreliose auslösen, die anfangs mit Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit beginnt, und im weiteren Verlauf zu schweren Gelenk-, Herz- und Nervenschäden führen kann.

Was hilft gegen Zecken?

Anders als für Menschen und Katzen gibt es für Hunde und Pferde eine Borreliose-Schutzimpfung, die verhindert, dass die Bakterien bei einem Zeckenstich in die Hunde gelangen. Wir können Sie beraten!

Zusätzlich gibt es diverse vorbeugende Mittel gegen Zecken. Sogenannte Spot-On Präparate (z.B. Frontline, Advantix) enthalten chemische Substanzen zur Abwehr der Zecken. Der Wirkstoff wird mit einer kleinen Plastikpipette zwischen die Schulterblätter auf die Haut des Hundes aufgetragen. Über den Talgfilm verteilt sich das Mittel anschließend kontinuierlich in der Haut und auf dem Fell. Durch direkten Kontakt mit dem Wirkstoff werden die angreifenden Zecken abgetötet. Die Bravecto-Tablette ist eine Kautablette, die bis zu drei Monate gegen Zecken wirkt. Sie enthält den Wirkstoff Fluralaner, ein systemisches Insektizid und Akarizid. Über die Verdauung des Hundes gelangt der Wirkstoff in den Blutkreislauf des Hundes. Wenn eine Zecke sticht, wird diese durch den Wirkstoff im Blut innerhalb von 12 Stunden abgetötet. Es gibt auch Zeckenhalsbänder, die ihre Wirkung über mehre Monate kontrolliert abgeben. Die Zecken werden abgewehrt und getötet, bevor sie stechen können. Fragen Sie uns, um das beste Zeckenschutzmittel für Ihren Liebling zu finden!

Sollte Sie eine Zecke in der Haut Ihres Hundes finden, können Sie sie in folgender Weise entfernen: Greifen Sie die Zecke mit einem geeigneten Werkzeug nah an der Haut, z.B. mit einer Zeckenzange. Drehen Sie oder ziehen Sie die Zecke vorsichtig aus der Haut, und vermeiden Sie es, die Zecke zu quetschen. Desinfizieren Sie die Stelle anschließend. Die Zecke können Sie beispielsweise in Alkohol legen, um sie unschädlich zu machen.  Sollte der Kopf noch in der Haut stecken, oder die Wunde sich infizieren, kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen weiter.

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